Gesellschaftliche Integration von Menschen mit Behinderungen

Vierauge

AKTUELLES

13.12.2018 – Neue Wohnstätte für Jugendliche in Großwoltersdorf/Wolfsruh

Mitarbeiter gesucht / Eröffnung im Frühjahr 2019

Seit mehr als 20 Jahren betreut GIB Menschen mit Intelligenzminderung, psychiatrischen Zusatz­erkrankungen und ausgeprägten Problem­verhaltens­weisen. Dies bedarf einer hohen Be­treuungsdichte, die von der klassischen Behindertenhilfe abweicht. Seit einiger Zeit ist zu beobachten, dass diese Menschen nicht nur im Erwachsenenbereich, sondern bereits in den frühen Lebensjahren ausgegrenzt werden und Betreuungsangebote fehlen. Daher sehen wir uns in der Pflicht, auch diesen Jugendlichen ein Angebot zu machen.

Im nahe Gransee gelegenen Großwolters­dorf/Wolfsruh werden wir im Frühjahr 2019 eine Wohnstätte für Jugendliche im Alter von 13 bis maximal 18 Jahren eröffnen. Die Einrichtung befindet sich auf dem Gelände des Hauses Kien­heide, welches bereits zwei Wohngruppen mit jeweils 8 Erwachsenen beher­bergt. Die Jugend-Wohngruppe wird aus 6 Jugendlichen bestehen und ge­schlechtergemischt sowie vom Grad der Behinderung und der Art der psychia­trischen Erkrankung heterogen zusammengesetzt sein.

Die Betreuung von Jugendlichen stellt im Vergleich zum Umgang mit Erwach­senen eine besondere Anforderung dar: Pubertät, aufkommende Sexuali­tät, Umgang mit Süchten, Lerntherapeutisches Programm, Entwickeln einer Lebens­perspektive, Freizeitgestaltung, das Verhältnis zu den Eltern etc. sind Bereiche, die sich von denen der Erwachsenenbetreuung deutlich unter­scheiden.

Das Fundament unserer Arbeit ist unser Bild vom Menschen.

Die Förderung der Jugendlichen wird individuell auf Fähigkeiten, Behinderungs­grad und Persön­lichkeit ausgerichtet. Ziel ist es, unter Wahrung der Interessen der Gemeinschaft, ein mögliches Höchstmaß an Selbstverwirklichung und per­sönlicher Freiheit für jeden Betreuten zu erlangen. Hierbei wird vor allem den durch die psychische Erkrankung gegebenen individuellen Besonder­heiten Rech­nung getragen. Das heißt, Verhaltensstörungen und Eigenarten werden gegebenenfalls akzeptiert und nicht "weg­therapiert". Durch eine spezifische Gestaltung der Lebens­bedingungen soll problematisches Ver­halten so wenig wie möglich aktiviert werden.

Die psychiatrische Problematik erfordert in erster Linie eine persönliche Eig­nung der Mitarbeiter, sich mit den besonderen Verhaltensweisen der Be­treuten auseinanderzusetzen. Die alleinige fach­liche Qualifikation reicht bei weitem nicht aus. Die Dichte der täglichen Betreuung stellt einen Eingriff in die Intim­sphäre dar und setzt einen respekt­vollen Umgang voraus sowie eine Haltung, die in den Menschen mit Intelligenzminderung gleich­berechtigte soziale Partner sieht. Da wir die persönliche Eignung für vorrangig halten, sind wir interessiert, solchermaßen befähigte Menschen für die Betreuung zu gewinnen – unab­hängig von ihrer Ausbildung.

Wir unterstützen Sie bei Ihrer Qualifikation, z.B. durch berufsbegleitende Weiterbildung.

Jugendwohnstätte (vor Beginn der Umbauarbeiten)
Bewerben Sie sich jetzt!

Beachtenswertes

Deeskalationstraining